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Pressemitteilungen OFC-Turnier

Geballte Profi-Erfahrung trifft sich

 

Bericht des Schwarzwälder-Boten vom 24.06.2017

 

Der VfB-Fanclub Villingendorf feiert am Wochenende sein 40-jähriges Bestehen. Und alles was Rang und Namen hat, gibt dazu ein Stelldichein. Ein "Allstar-Team" an gestandenen Fußballergrößen aus der Region tritt gegen die Traditionself des VfB Stuttgart an.

Somit bildet dieser Vergleich das Highlight am Sonntag, 2. Juli, um 14 Uhr beim über das ganze Wochenende stattfindenden Turnier von Fanclubs des VfB Stuttgart, das bei SV Villingendorf ausgetragen wird. Ein "Schmankerl", das seinen Reiz hat und seine Anziehungskraft nicht verfehlen dürfte. Denn der (wieder) Erstligist aus der Schwabenmetropole bietet eine Mannschaft seiner ehemaligen Profis auf, bei deren Namen der Fußballkenner mit der Zunge schnalzt. So den "schwäbischen Maradona", Guido Buchwald oder die Försterzwillinge. Wobei Bernd Förster auf dem Platz zum Einsatz kommt, während dessen Bruder Karlheinz als Trainer der VfB-Oldies an der Seitenlinie fungiert. Dazu Peter Reichert, Ralf Allgöwer, Achim Glückler und auch Silvio Meißner dürfte vielen VfB-Anhängern noch in bester Erinnerung sein.

Mit Kevin Kurányi kommt ein absoluter Hochkaräter ins beschauliche Villingendorf, der die VfB-Traditionself verstärkt. Der erst 35-Jährige war bis vor einem Jahr noch in der Bundesliga bei der TSG Hoffenheim aktiv, ist somit geradezu ein Jungspund im VfB-Oldie-Team, deren meisten Akteure die 50 längst hinter sich gelassen haben. Wie Kurányi können die meisten der Stuttgarter Ex-Profis zahlreiche Einsätze in der DFB-Nationalelf vorweisen.

Und noch einen Namen gibt es, den man mit dem VfB Stuttgart in Verbindung bringt: Jürgen Sundermann. Der inzwischen 77-Jährige war dreimal als Coach für die "Roten" aus der Landeshauptstadt in verschiedenen Jahrzehnten tätig. Sundermann wurde längst zum Ehrentrainer der VfB-Traditionself ernannt und dirigiert an der Seite von Karlheinz Förster die ehemaligen Profis.

Für Fans des VfB Stuttgart, die schon in den 70er-Jahren nach Cannstatt ins Neckarstadion pilgerten, ist Sundermann der "Wundermann". Nach dem ersten Abstieg der Fußballer aus dem Oberhaus führte Jürgen Sundermann den VfB 1976 direkt zurück in die 1. Bundesliga und etablierte die Schwaben in der Spitzengruppe. Die Euphorie, die vor vier Jahrzehnten um die VfB-Truppe, insbesondere auch durch Spieler wie Hansi Müller ausgelöst wurde, schwappte bis in die äußersten Regionen des Schwabenlandes, gilt der VfB-Fanclub Villingendorf als der erste seiner Art.

Villingendorfer erster Fanclub des VfB

So schließt sich der Kreis zu dem am Sonntag stattfindenden Spiel der VfB-Traditionself gegen die "AH-Allstars" aus der Region Rottweil. Knapp zwei Dutzend Spieler umfasst der Kader der "AH-Allstars". Deren aktive Zeit liegt zum Teil noch gar nicht so lange zurück. Sie schnürten die Kickstiefel einst für Vereine im Raum Rottweil, Villingen und Bad Dürrheim, zeigten von der Landesliga bis zur Oberliga ihr fußballerisches Können. "Die Allstars sind eine zusammengestellte Mannschaft aus Spielern der Region. Mit einem Durchschnittsalter von knapp 44 Jahren und insgesamt mehr als 1000 Verbands- und Landesligaspielen sowie etlichen packenden Partien auf Bezirksebene verfügen die AH-Allstars über sehr viel Erfahrung", erklärt Sebastian Müller vom SV Villingendorf.

Als langjähriges Mitglied im VfB-Fanclub zieht Müller im Hintergrund als Organisator die Strippen für das Turnier der Fanclubs sowie des besonderen Aufeinandertreffens: Ex-Amateure gegen Ex-Profis. Betreuen wird das AH-Team der ehemalige Trainer des SV Villingendorf, Marc Digeser, zusammen mit dem langjährigen AH-Leiter des SVV, Helmut Haag.

Viele der im Aufgebot des "AH-Allstars" stehenden Kicker sind heute als Trainer tätig. Beim Part an der Seitenlinie ging die einst körperliche Fitness doch etwas verloren, auch wenn man als Coach alles im Blick hat. So lag es nahe, dass man sich zu zwei Trainingseinheiten traf, um das Feingefühl für den Ball wieder zu schärfen, ebenso um sich den Dimensionen eines Fußballplatzes aus der "Mitte" wieder bewusst zu werden. Als "Schreibtischtäter" kann man da schnell an seine Grenzen kommen, wie der Vater eines bekannten Bayern-Jungstars aus Bösingen erfahren musste, als es nach wenigen Minuten im hinteren Oberschenkel zwickte, die Übungseinheit vorzeitig beendet war. Und dass man auf dem Platz ein "anderer Mensch" ist, insbesondere wenn man keine fünf Meter vor dem Tor steht, nichts mehr sieht, weil der innere Jubel schon ansetzt, machte im Test der derzeitige Trainer des SV Zimmern deutlich.

Der Moment für den lässigen Querpass aus dem Fußgelenk zum besser postierten Mitspieler wurde mehrfach verpasst. Sicher interessant, wie solche eine Szene aus der Perspektive als Trainer kommentiert worden wäre. Aber da hatte sich der SVZ-Coach schon in den Boden "geschraubt". Auch wenn die „AH-Allstars“ vom Durchschnittsalter (44 Jahre) einen statistischen Vorteil gegenüber der VfB-Traditionself haben, "Diego" Buchwald und seine Mitspieler sind eine eingespielte Truppe, werden manche Situation "mit dem guten Auge" lösen, auf diese Weise Meter sparen. Angesichts dieser Vorzeichen ist ein spannendes und sicher auch unterhaltsames Spiel in Villingendorf zu erwarten.

Die Vorfreude bei den "Allstars" auf diese außergewöhnliche Begegnung mit den Ex-Profis ist entsprechend groß. Fußballer, die man sonst nur am Fernseher oder auch mal live im Stadion bestaunen konnte, werden nun zu Gegenspielern. Marc Digeser: "Für mich persönlich hat dieses Spiel einen hohen Stellenwert. Ich habe schon einige dieser Spiele gespielt und man erinnert sich unwahrscheinlich gern daran zurück. Es geht dabei auch im die tolle Kameradschaft, die gepflegt und aufgebaut wird. Es ist eine tolle Geschichte, für die, die dabei sein dürfen."

Für Michael Neumann leben damit auch die aktiven Zeiten wieder auf. "Wir haben teilweise in den gleichen Vereinen wie Villingen oder Donaueschingen zusammengespielt oder in verschiedenen Vereinen gegeneinander gespielt". Fußballerisch kenne man sich und das mache auch den Reiz aus, nach Jahren wieder zusammen auf dem Platz zu stehen, ist man sich bei den "Allstars" einig.

"Allstars" wollen zeigen, was sie noch drauf haben

Dabei hofft Michael Neumann, "dass es ein guter Tag wird und wir mal wieder zeigen können, was man noch drauf hat. Bitter wäre es natürlich, wenn man über die eigenen Füße fliegt", sieht es der Trainer des VfB Bösingen aber mit Humor, "sollten dann Fußballer der eigenen Mannschaft zuschauen." Neumann fügt an: "Natürlich ist es ein Highlight, sich gegen Profis ein bisschen zu zeigen und beweisen."

Auch wenn die beiden Trainingseinheiten für die Übungsleiter schweißtreibend waren, stellte Angelo Sciammacca fest, "dass bei jedem technisch noch was vorhanden ist, jeder noch was drauf hat, das hat man grad beim ›Eckle‹ gesehen" Neben dem Wiedersehen freue man sich aber auch auf den "Durst danach", machen die "Allstars" deutlich, das ihnen einige schöne Stunden mit den langjährigen Weggefährten wichtig seien.

 

 Das Zusammenspiel aller Kräfte

 

Bericht des Schwarzwälder-Boten vom 24.06.2017

 

Gemeinschaft und Zusammenhalt sind Kennzeichen des VfB-Stuttgart-Fanclubs Villingendorf. Dies zeigt sich in schweren und schönen Zeiten. Derzeit geht es allen prächtig.

Villingendorf. Der Herzensverein spielt nach dem einjährigen Intermezzo in der zweiten Liga wieder erstklassig. Und der Fanclub ist dabei, eine außergewöhnliche Sause im 40. Jahre seines Bestehens auf die Beine zu stellen.

Es kommen nicht nur erstklassige und weithin bekannte Fußballer aus der Landeshauptstadt, die vor allem in den Meistermannschaften des VfB anno 1984 und 1992 tragende Rollen gespielt haben, sondern es zeigt sich ebenso das keineswegs selbstverständliche Zusammengehörigkeitsgefühl der Villingendorfer Vereine, die den Fanclub bei den Vorbereitungen unterstützen.

Genauso nicht selbstverständlich ist das gute Verhältnis zum aktuellen Zweitligameister, die bis nach ganz oben reicht. Als der ehemalige Präsident Bernd Wahler im Zuge der Regionalversammlungen im Winter 2015/16 und Anfang April 2016 nach Rottweil ins Kraftwerk kam, schaute er beim VfB-Fantreff, dem neuen Vereinsheim, in Villingendorf auf Einladung vorbei.

Regionale "AH All-Stars"

Damals wurde über die bevorstehende Feier im Sommer 2017 gesprochen und Möglichkeiten sondiert, nicht nur ein besonderes, sondern ein außergewöhnliches "Event" auf die Beine zu stellen. So wird es nun im Zusammenspiel mit der Abteilung Fanbetreuung des Bundesligisten um Christian Schmidt und Ralph Klenk kommen.

Die Traditionsmannschaft des VfB gastiert am Sonntag, 2. Juli, 14 Uhr, und trifft die "AH All-Stars" aus der Region. Ein Spiel, das auf technisch hochstehendem Niveau und auf reges Zuschauerinteresse stoßen wird. Wann ist es schon möglich, deutsche Meisterkicker gegen Alexander Teufel, Berthold Kimmich oder Joachim Engeser spielen zu sehen?

Derby gegen Schörzingen

Einen zeitlich größeren Rahmen nimmt das zweite Schmankerl des Wochenendes ein: das Turnier der offiziellen VfB-Fanclub-Teams. Die 23. Auflage ist zugleich die erste in der Achse Stuttgart-Singen. 17 Fanclubs haben sich angemeldet. In gewisser Weise außergewöhnlich: das erste Lokalderby Villingendorf gegen Schörzingen – und der Fanclub Bavaria 1893 Retzstadt, der jedoch nicht aus Bayern kommt, sondern aus dem Fränkischen, nordwestlich von Würzburg (Bringt denn ein württembergischer Fanclub die innere Festigkeit auf, sich Baden zum Vornamen zu geben?).

Um den Turniersieg gespielt wird im Kleinfeld (sechs gegen sechs) von Samstag, 1. Juli, bis Sonntag. Das Endspiel fängt nach der Begegnung der VfB-Traditionself (gegen 16 Uhr) an. Anschließend ist Siegerehrung mit Ehrengästen vom VfB. Zu diesem Turnier werden also etwa 160 bis 170 Teilnehmer in Villingendorf erwartet. Camping beim Sportgelände ist somit angesagt. Eine weitere Aufgabe für das fünf Mann starke Organisationsteam.

Apropos "Fünferbande". Denkt man an Villingendorf und "Event", führt der Weg direkt zu Sebastian Müller, Abteilungsleiter des SV Villingendorf und Fanclubmitglied. Erfahren als "Event"-Manager, wie noch beim Gastspiel des Fußball-WM-Pokals in der Dorfmitte anno 2015 in allerbester Erinnerung, sprach er nach Wahlers Besuch mit dem Vorstand des Fanclubs, mit Benedikt Storz an der Spitze, seinen Stellvertretern Christoph Jung und Andrés Lopéz Rodriguez, und Kassier Daniel Eberhardt.

Unterstützung der Vereine

Die Frage war: Kann ein 42 Mitglieder strammer Verein eine dreitägige Veranstaltung stemmen? Die überwiegende Mehrheit des Fanclubs war der Meinung: Ja, wir können es. Das erfreulichste war für Benedikt Storz die Unterstützung der Villingendorfer Vereine. Er zeigt sich dankbar: Sportverein, Musikverein, Chorvereinigung, Albverein, Narrenzunft, Maat, Feuerwehr, Schützenverein, Eintracht-Frankfurt-Fanclub und der befreundete Fanclub aus Oberndorf sowie viele fleißige Helfer im Vorder- und Hintergrund machen mit. Keine Frage, dass die Ehrenmitglieder Villingendorfer VfB-Fans, Felix Müller, Reiner Müller und Dieter Lungwitz, in vielfältiger Weise unterstützen.

40 Sitzungen – 40 Jahre

40 Sitzungsabende des Organisationsteams seit November sind vermerkt: 40 – genausoviele wie das Alter des Vereins. Der – Stammtischwissen für Fans – als erster Fanclub des VfB 1977 gegründet wurde. Just in der Zeit, als das Gründungsmitglied der Bundesliga bereits schon einmal (nicht freiwillig) Zweitligaluft schnuppern musste und eine Welle der Zuneigung erfuhr.

Ebenso wie aktuell. Wie seit dem Abstieg 2016. Die Fan­szene ist sehr aktiv, 75 Fanclubs seien 2016/17 regelmäßig zu jedem Auswärtsspiel, selbst bei noch so ungewöhnliche Anstoßzeiten, mitgefahren. "Die Euphorie ist wieder da", strahlen die Fünf aus Villingendorf. Deutlich größer, als der VfB vor der Abstiegssaison im Mittelfeld der Bundesliga beheimatet war.

Festzeltaufbau ab heute

Ab heute, Samstag, wird das Festzelt, 35 mal 16 Meter, auf dem Sportgelände ab 8.30 Uhr aufgestellt. Ein Festzelt, erforderlich für das gesellschaftliche Moment. Auch hier wird sich das Zusammengehörigkeitsgefühl der VfB-Fanclub- und Villingendorfer Familie zeigen.

Weitere Informationen: Der Vorverkauf läuft über die Filialen der Kreissparkasse Rottweil zu den üblichen Geschäftszeiten. Im Vorverkauf kosten die Karten 5 Euro, ermäßigt 3 Euro, an der Tageskasse 7 Euro, ermäßigt 5 Euro.

 Blick voraus:

Die Eröffnung des Festwochenendes erfolgt am Freitag, 30. Juni, um 20 Uhr mit einer Welcome-Party. DJ Fazz, Lokalhero Fabian Wagner, gibt musikalisch den Takt vor.

Am Samstag, 1. Juli, geht es ab 11 Uhr rund. Neben dem Fanclubturnier wird Mittagessen serviert (ab 11.30 Uhr) und am Abend Livemusik von der "Absperrband". Musik für jeden Geschmack. Als "Vorband" singt und spielt Leonie Gapp (Herrenzimmern).

Am Sonntag, 2. Juli, treten die "Hirschgässle-Musikanten" ab 10.30 Uhr zum Frühschoppen auf. Nach dem Mittagessen (ab 11.30 Uhr) naht der Höhepunkt des Wochenendes, das große Spiel.

Die VfB-Old-Stars trainiert Peter Reichert, die All-Stars coachen Helmut Haag und Marc Digeser. Ebenfalls mit dabei: Fritzle, das Maskottchen des VfB. Jenes aus der Landeshauptstadt – und nicht eines aus Villingendorf.

 Blick zurück:

Mehr als 1000 Verbands-, Landes- und Bezirksligaspiele sind bei den All-Stars, Durchschnittsalter 44 Jahre, vereint. Eine Truppe, in der sich jeder über die Einladung des Trainerduos wahnsinnig gefreut hat, wie das Organisationsteam weiß. Einzige Einschränkung sei gewesen, nicht die Kicker auszuwählen, die bereits vor 15 Jahren beim 25. Geburtstag des Fanclubs gegen die VfB-Traditionsauswahl gespielt haben.

Damals ging es rasant zu gegen VfB-Größen wie Hansi Müller, Guido Buchwald, Fritz Walter und Buffy Ettmayer. Lediglich VfB-Fans durften mitspielen, also keine lokalen Stars mit dem Stigma eines Bayern- oder KSC-Anhängers. Das Ergebnis? Drei Tore hätten sie geschossen, erinnert sich ein jetziger Mittvierziger. 9:3 sei das Spiel ausgegangen. Und Buffy habe, auch ohne seine Wettkampffigur von anno Tobak, gezaubert. (apf)